Expedition nach Nordtansania

Anfang Januar 2011 machte sich unser damaliger Präsident Thomas Rieger, sein Sohn Martin, unser Clubmeister Martin Müller in Begleitung der Oberin Doris Horn und des Geschäftsführers des Evangelischen Krankenhaus Oberhausen, Herrn Markus Polle, mittlerweile auch Mitglied unseres Clubs auf, um über Kampala/Uganda nach Nyakahanga in der Provinz Karagwe im Norden Tansanias gelegen, zu reisen. Ziel war das dortige evangelische Krankenhaus.

Mit diesem verbindet seit einigen Jahren, durch Oberin Horn initiiert, das Oberhausener ev. Krankenhaus eine Partnerschaft. Diese Partnerschaft zeichnet sich in erster Linie durch Personalaustausch aus. Jedes Jahr reisen Mitarbeiter von Deutschland nach Tansania, um dort unter einfachsten Verhältnissen zu arbeiten, aber auch Medizin aus eine anderen Sichtweise kennenzulernen. Ebenso kommen Mitarbeiter aus Tansania nach Deutschland, um hier zu arbeiten und die sogenannte moderne Medizin zu erleben. Die Aktivitäten dieser Partnerschaft erstrecken sich dank der Unermüdlichkeit der Oberin Horn auch auf Projekte wie Wasserversorgung, Blitzschutz, Schwesternschule, individuelle Mitarbeiterfortbildung und vieles mehr.

Die schwierige Wasserversorgung des Krankenhauses in Nyakahangan war es denn auch, was uns Rotarier bewog, die lange Reise auf uns zu nehmen. Das Krankenhaus benötigt einen neuen Wassertank auf seinem Gelände. Ein vor Ort eingerichtetes Gremium berechnete die Kosten und erwog bautechnische Möglichkeiten. Die Ergebnisse dieses Gremiums überzeugten so sehr, daß sich Präsident Rieger entschloß, dieses Projekt unserem Rotary-Club zur Förderung vorzuschlagen. In seinem Amtsjahr wurden vom Club und durch private Spenden einiger Mitglieder 3500 € und im folgenden Jahr noch einmal 5000 € durch den Gemeindedienst gespendet. Der Wassertank steht mittlerweile und gewährleistet damit die Versorgung des Krankenhauses mit frischem und sauberem Wasser. Das Engagement von Oberin Horn soll in den nächsten Jahren weiter unterstützt werden.

Wir erlebten auf dieser Reise wie wichtig für beide Seiten – den Oberhausenern und den Afrikanern - diese Partnerschaft ist. Unsere Reise im Januar 2011 wurde noch abgerundet durch einen Ausflug nach Bukoba am Victoriasee. Dort besuchten wir eine schweizer Hilfsorganisation, die den Blitzschutz des Krankenhauses erneuert hatte.