Wie man einen Artikel in die Lokalzeitung bekommt:

Kontakt vor allem zur Lokalredaktion suchen. Besuchstermin geben lassen, vorbereitete Infos zum Club im Speziellen und zu Rotary im Allgemeinen übergeben. Adressen, Telefonnummern, Mail-Adressen austauschen. Feste Ansprechpartner auf beiden Seiten vereinbaren.
Jede Nachricht muss die berühmten 6 W's enthalten: WER hat WAS getan? (WEM ist WAS widerfahren?) WANN? WO? WIE? WARUM? Zur besseren Einordnung der Nachricht sollte auch der Informant nicht fehlen: WELCHE QUELLE? WOHER? Könnte in unserem Fall heißen: „...wie der Rotary Club mitteilte/ankündigte.“
Mit einem Waschzettel wird das Leben leichter: für den Verfasser und für den Empfänger. Warum: Der Club schreibt das Wichtigste auf und serviert es dem Lokalredakteur.
Wenn schon die Namen nicht stimmen – dann wird der Leser auch an der Zuverlässigkeit des gesamten Textes zweifeln. Sorgfalt gilt auch bei der Nennung von Zahlen.

So platziert der Club einen Artikel im Rotary Magazin (Print) bzw. auf der Distrikt-Unterseite rotary.de (online):

Anfrage per Mail oder Telefon beim DBE (Distriktberichterstatter) und Klärung, ob, wann und wie ein Artikel untergebracht werden kann.

Für eine Veröffentlichung im Rotary Magazin gilt grundsätzlich: Geduld mitbringen. Die Vorlaufzeit beträgt etwa sechs (!) Wochen. Das heißt: Der DBE muss bis zum 24. des Monats seine Distrikt-Seite für die gedruckte Ausgabe des übernächsten Monats über ein Content Management System an die Redaktion in Hamburg liefern. Konkretes Beispiel: bis zum 24. August für das Heft Oktober! Für Fotos (jpg, immer 1 MB oder noch höhere Auflösung!) gilt die selbe Vorgabe. Die Textlänge für den so genannten Haupttext, also den Aufmacher, beträgt 2000 bis maximal 2500 Anschläge einschließlich der Leerzeichen. Das klingt nach viel, ist aber sehr wenig: deutlich unter 1 Schreibmaschinenseite, wie man früher gesagt hätte.

Für die Distrikt-Unterseite rotary.de gibt es keine Zeitvorgaben, aber einen großen Aktualitätsvorteil. Die Prozedur ist: Anfrage/Abstimmung mit dem DBE, Lieferung des Textes per Mail an DBE und Bearbeitung und Weiterleitung nach HH durch ihn. Die Textlänge spielt bei diesem Medium keine Rolle. Fotos können dem Text hinzugefügt werden – die Auflösung kann auch unter 1 MB liegen. Wenn alles gut läuft, braucht’s vom Avisieren der News bis zum Erscheinen auf rotary.de nur zwei bis drei Tage.

Wie sollte der Text für Nachrichten gestaltet werden:

Der erste Satz: Eine Nachricht oder ihre längere Schwester, den Bericht, in der Regel im Perfekt oder im Präsens beginnen. Also: Das Spendenaufkommen beim PolioPlus- Aktionstag hat die kühnsten Erwartungen übertroffen. Das ist gegenwärtiger, packender als: übertraf... Überhaupt ist der erste Satz der wichtigste: seine Griffigkeit, Klarheit, Kürze und Lesernähe entscheiden, ob der Leser weiter liest.

Und noch mehr Sätze... Bitte bedenken, unser Kurzzeit-Gedächtnis schafft drei Sekunden, das sind etwa sechs Wörter. Also kurze Sätze bilden, und die Regel beachten: Hauptsachen gehören in Hauptsätze, Nebensachen in Nebensätze. Nebensätze werden besser angehängt als eingeschoben. 

Ein gutes Rezept, um Missverständnisse auszuschließen, ist sicherzugehen, dass die Fakten stimmen. 

Ansprechpartner: Hartmut Bigalke