RC-Oberhausen: Gründung und Entwicklung


Der Club wurde am 22. Juli 1953 gegründet. Getreu der damaligen Wirtschaftsstruktur der Stadt Oberhausen, die jahrzehntelang als „Wiege der Ruhrindustrie" bezeichnet wurde und damals eine Vielzahl noch kohlefördernde Zechen beherbergte, fand der Festakt der Charterfeier am 7. November 1953 in zirka 100 Meter Tiefe auf der ersten Sohle der schon vor dem Zweiten Weltkrieg stillgelegten „Zeche Oberhausen" statt.

 

Gründungsclub und „Geburtshelfer" war der RC-Essen Mitte. Die Mitglieder kamen seinerzeit hauptsächlich aus den Vorständen der in Oberhausen ansässigen eisen- und kohleschaffenden Industrie und nur einige wenige aus dem Mittelstand. Die Stadt hat in den vergangenen 50 Jahren einen großen Strukturwandel erlebt, der dazu führte, dass die Großindustrie sich hauptsächlich durch Stilllegung ihrer Betriebe und durch Fusionen aus Oberhausen verabschiedete. Dementsprechend hat sich auch die Mitgliederstruktur grundlegend geändert.

 

Der Club hat zwei Governor gestellt und zwar Past-Governor Dr. Herbert Seidel (1968/69) - ehemaliges Vorstandsmitglied der Babcock-Werke AG und Dr. Erich Hufnagel (2003/04), ehemaliger Chefarzt des St. Elisabeth Krankenhaus in Oberhausen.

 

Der Club hat zwei Rotary-Clubs aus der Taufe gehoben. 1963 den RC Oberhausen Antony-Hütte und 1991 den RC-Freital in Sachsen.

 

Enge Kontaktverhältnisse bestehen zu den RC's Pont-Audemer in der Normandie (1955) und Ringwood in Süd-England (1986). Sozial engagierte sich der Club neben Polio-Plus und der Rotary-Foundation im Wesentlichen zunächst durch Unterstützung von Organisationen vor Ort, z. B. bei verschiedenen Behinderteneinrichtungen und Altenheimen.

 

Anlässlich der 50. Charterfeier wurde ein Großprojekt zur langfristigen Förderung von schulbegleitenden Maßnahmen an Grund-, Haupt- und Sonderschulen durch Gründung einer Stuftung ins Leben gerufen. Deren Aufgabe ist es, die örtlichen Schulfördervereine und ihre Projekte in persönlicher und finanzieller Hinsicht zu Unterstützen (Gründungskapital 100.000 €).

 

Die Projekte stehen in der Verantwortung der Schulfördervereine und unterstützen die Bildungsaufgabe der Schulen. Die Förderung kommt insbesondere jenen Schülerinnen und Schülern zugute, deren häusliches und soziales Umfeld die Lernerfolge erschweren: Bildungsdefizite und Entwicklungsstörungen sollen vermieden werden. Die Unterstützung der Projekte ist auf fünf Jahre angelegt und wird vom RC Oberhausen begleitet.