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26.02.2020 07:59 Alter: 211 days
Von: Dirk Möwius

Reise durch die rotarische Welt

180 Teilnehmer bei PETS, SETS und Distriktversammlung im Franz Hitze Haus in Münster.


Münster Das konnte wohl noch kein Governor sagen: Gemeinsame berufliche Wurzeln verbinden Willi Witt,  Governor 2020/21, und „seinen“ Weltpräsidenten Holger Knaack. Beide sind gelernte Bäcker, haben mit einem Zeitversatz von vier Jahren in Neumünster im gleichen Betrieb, einer Großbäckerei, die Lehre absolviert und sogar in derselben „Kommissstube" über dem Backofen gewohnt. Willi Witt hatte bei der Distriktversammlung in Münster gleich die Lacher auf seiner Seite, als er betonte, dass es natürlich keine Voraussetzung sei, eine Bäckerlehre zu absolvieren, um bei Rotary eine Führungsrolle zu übernehmen.

Willi Witt nutzte PETS, SETS und die DV in Münster, um den gut 180 Teilnehmern in lockerer Form die wichtigsten Themen des neuen rotarischen Jahres seinen Präsidenten und den Sekretären nahe zu bringen. Moderiert von Susanne Lührmann vom Inner Wheel Club Tecklenburger Land ging es mit unterschiedlichen Referenten auf die Reise durch die rotarische Welt. Ein besonderer Aspekt war die Idee der proaktiven Mitgliedergewinnung und das Thema „Clubgründungen“, vorgetragen von PP Peter Kadow und DMC Jo Schroeter. Das Mitgliederentwicklung und neue Clubformen aus Sicht des Weltpräsidenten eine wichtige Rolle spielen, hatte Willi Witt zuvor schon aus San Diego berichtet. Dazu passte auch die Nachricht, dass Präsident Hans Näscher vom Rotaract Münster in der Stadt auch einen Interact-Club gründen wird. Die Gründungsurkunde wurde unter großem Beifall von Governor Jo Schroeter unterschrieben. Ehrengast war auch der Oberbürgermeister von Münster, Markus Lewe, der die Rotarier des Distrikts in seiner Stadt begrüßte.

Joachim Schroeter hat die DV souverän geleitet und Erhard Plegge den Finanzbericht professionell vorgetragen und das Budget für das neue rotarische Jahr 2020/21 vorgestellt. Allen wurde einstimmig Entlastung erteilt.

Als besonderes persönliches Anliegen stellte Willi Witt die Idee für ein Distriktprojekt vor. Er hofft genug Mitstreiter zu finden, um mit Agroforestry, dem Zusammenspiel von Landwirtschaft und Bäumen, in Burkina Faso zu helfen. „Mit diesem Gedanken beschäftige ich mich schon lange. Es gibt bereits gute Vorbilder in Nigeria, Indien oder Brasilien. In San Diego konnte ich Kontakte zu meinem Amtskollegen aus dem afrikanischen Land knüpfen“, so Willi Witt im Gespräch mit unserer Redaktion.

Nicht nur Willi Witt zog nach dem Tag ein positives Fazit. Die Teilnehmer äußerten sich zum Ende der Veranstaltung äußerst zufrieden. „Ich habe den Tag in Münster sehr genossen und viele tolle Ideen und  Eindrücke mitgenommen und auch Freundschaften herstellen oder vertiefen können“, so Matthias Fahr vom  RC Kaarst-Korschenbroich. Oliver Tarvenkorn vom RC Telgte: „Ein Spruch ist mir besonders in Erinnerung geblieben: An Eurer Nadel steht ‚Rotary International‘, da steht nicht ‚Rotary Castrop-Rauxel‘“. Für mich habe ich daraus die Anregung mitgenommen, daran zu arbeiten, das  ,große Ganze‘ mal wieder in den Vordergrund zu rücken und das eigene Clubleben dem nachzuordnen – im Moment ist das in der Realität sicherlich umgekehrt.“