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04.12.2017 08:43 Alter: 14 days

RC Willich: Fest in Willich verwurzelt


Dumpf hallt die Pfahlramme Schlag für Schlag durch den Theodor-Heuss-Park in Willich.Denn der frisch gepflanzte Amberbaum braucht zusätzliche Stützen, bis seine Wurzeln fest angewachsen sind. Diesen Halt geben drei Holzpfähle, die rund um den Baum ins Erdreich eingeschlagen werden. Anschließend wird er ordentlich angegossen.

Acht Bäume haben Ende November zwei brasilianische Austauschschülerinnen des Rotary Clubs Willich und ehemalige Austauschschüler aus Willich, die dank des Clubs die Welt erkunden durften, gemeinsam im Theodor-Heuss-Park in Anrath gepflanzt. Weitere sieben Bäume kommen bei einem zweiten Termin noch hinzu.

Der Rotary Club Willich hat damit eine Initiative des diesjährigen RI Präsidenten Ian Risely aufgegriffen. Dieser hat alle 1,2 Millionen Rotarier weltweit aufgerufen, bis zum 22. April 2018 (Earth Day) einen Baum zu pflanzen. „Der Rotary Club Willich hat beschlossen, die Baumpflanzaktion mitzutragen und noch etwas zu erweitern“, erklärt Dr. Burkhard Gronwald, diesjähriger Präsident des Rotary Clubs Willich und gleichzeitig auch Jugenddienstbeauftragter. In den vergangenen sieben Jahren haben die Rotarier 15 Jahresaustauschschüler zu Gast gehabt. Für diese und für alle zukünftigen Jahresaustauschschüler will der Club jetzt jeweils einen Baum pflanzen.

„Damit werden wir nicht nur unserer Mitverantwortung für unseren Planeten gerecht sondern dokumentieren gleichzeitig die feste Verwurzelung und die Verbundenheit unserer internationalen Austauschschüler mit ihrem Gastland und unserer Heimat Willich.“, betont Gronwald. Und Franziska ergänzt, nachdem sie den Amberbaum ins Pflanzloch geschoben hat „Das ist ein toller Moment. Ich hätte mir gewünscht, dass in Südafrika, wo ich zum Austausch
war, auch ein Baum für mich gepflanzt worden wäre. Dann wäre irgendwie ein Stückchen von mir dageblieben.“ So aber hilft sie jetzt einen Baum für Georgia aus Neuseeland zu setzen, die 2014 als Inbound in Willich eine zweite Heimat gefunden hat.

Die Auswahl der Bäume, die jeweils in den öffentlichen Grünanlagen der Stadt gepflanzt werden, erfolgt in Absprache mit den Fachleuten des Fachbereichs Landschaft und Straßen.

Diese achten darauf, dass die Bäume zur vorhandenen Vegetation passen. Besonders wichtig ist aber der ideelle Wert, denn ohne Bäume und ohne grüne Pflanzen gäbe es auf unserem Planeten kein Leben. Und auch für die Austauschschüler hat die Aktion große Bedeutung: „Es ist eine tolle Idee. Wenn ich irgendwann einmal zurückkomme, kann ich gucken was mein Baum macht“ so Alissa aus Brasilien. Alle Bäume werden kartographiert, so dass sie auch nach Jahren noch auffindbar sind.