
Halbjahrestreffen der Präsidenten am 15.01.2011
102 Teilnehmer haben sich beim Halbjahrestreffen der Präsidenten und Incoming Präsidenten am 15. Januar in Gronau bei der Urenco über aktuelle rotarische Themen informiert.
Den Begrüßungsworten von Hausherr Urenco-Geschäftsführer Joachim Ohnemus, RC Gronau-Euregio, und Governor Hermann Schulze Wehninck, RC Gronau-Euregio, folgten drei Vorträge.
Frithjof Finkbeiner, RC Weilheim, sprach über „Globalisierung als Schicksalsfrage“. Finkbeiner, Mitglied des Club of Rome, umriss mit beeindruckenden Fakten und plakativen Formulierungen („Armut ist
menschengemacht“, „Es gibt niemanden, der Spielregeln setzt“,
„Die schlimmsten Verbrechen sind legalisiert“) Facetten der Schicksalsfrage und und forderte, Rotary müsse sich in die Globalisierung einmischen.
Den Kindern räumt er eine zentrale Rolle bei der Gestaltung einer liebenswerten Zukunft ein: „Sie müssen nun richten, was die Erwachsenen nicht schaffen.“ Sohn Felix Finkbeiner geht mit seinen Freunden mit der Initiative „Plantfor-the-Planet“ beispielhaft voran (www.plant-for-the-planet.org).
Christoph Reimann, RC Essen-Baldeney, informierte über Struktur und Aufgaben von „German Rotary Volunteer Doctors“.
Er ist Vorsitzender der GRVD, die für ihre wahrlich segensreiche Arbeit mehr Ärzte, mehr Mitglieder und mehr Sponsoren benötigen.
Die Organisation – ein eingetragener Verein – wird von allen 14 deutschen Distrikten getragen. Sie konzentriert sich aus Gründen der Nachhaltigkeit auf wenige Einsatzländer, gegenwärtig vor allem auf Ghana und Nepal.(www.rotary-volunteer-doctors.de/)
Über die „Umsetzung der Ziele von RFPD am Beispiel Nigeria“ referierte der Vorsitzende der ältesten und größten Action Group, Prof. Dr. Robert Zinser, RC Ludwigshafen-Rheinschanze.
In Deutschland, so Zinser in seinem zehn Punkte umfassenden Thesenpapier, könne Rotary mit dem vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderten Müttergesundheitsprojekt punkten. Clubs und Distrikte seien eingeladen, diese Hebelwirkung zu nutzen. Club-Mittel würden so vervielfacht.
Bilanzierend stellte er am Beispiel Nigeria fest: „Eine Verhaltensänderung ist im Gange. Es braucht aber einen langen Atem.“
Das letzte Wort hatte der Governor – und sprach sicher für alle Teilnehmer: „Ich denke, es war ein stimulierender Tag für uns alle.“
Ebenfalls in Gronau fand am selben Tag ein gutbesuchtes Jugenddienstseminar unter der Leitung von Peter Schaap, RC Geldern, statt.